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Tokyo, Stadt mit Fuji Blick

Tokyo als Endpunkt meiner Japanreise zu wählen, war die richtige Entscheidung. Es ist dann auch ein weiterer , wenn nicht sogar der Höhepunkt der Reise.

Ich erreiche die Stadt, mit dem Shinkansen aus Osaka kommend, an der Tokyo Station mitten in dieser beeindruckenden Metropole mit 13 Mio Einwohnern.

Diese Stadt, oder besser Metropolregion, bietet dem Besucher fast alle Facetten des Japanischen Lebens. Moderne Infrastruktur, Shoppingbereiche, die alles bieten, was man sich vorstellen kann, aber auch kulturelle Sehenswürdigkeiten und natürlich die Nähe zum Mount Fuji, der sich,bei guter Sicht, das eine oder andere Mal erkennen lässt.

Ich checke ein im Ritz Carlton Hotel, in den oberen Etagen des Midtowntowers, hoch über der Stadt, mit einer einmaligen Aussicht auf Tokyo und seine unterschiedlichen Zentren.

Schnell erkennt man , dass es eben nicht eine Stadt, mit einem Zentrum, sondern ganz viele Bereiche sind, die das Stadtbild prägen.

In der Mitte die Anlage des Kaiserpalastes, im Osten die Bucht von Tokyo mit den vorgelagerten Inseln.

Und dann ist es tatsächlich war, aus der Lounge des Hotels heraus sehe ich den Mount Fuji in der Ferne, wie eine Erscheinung.

Wer in diesem Hotel wohnt hat den perfekten Rundumblick und kann sich schon einmal den Besuch des Tokyo Skytree oder des Tokyotowers sparen, um eine gute Aussicht auf die Stadt zu bekommen.

Dann geht es los, die Stadt zu erkunden. Schnell ist an der, zum Tokyo Midtown Komplex gehörigen Metrostatio, eine Pasmocard gekauft, eine aufladbare Karte, mit der man alle Nahverkehrsmittel im Stadtgebiet nutzen kann. Dies ist sehr vorteilhaft, da die einzelnen Strecken unterschiedliche Betreiber haben und es mit dieser einen Karte nicht notwendig ist immer wieder neue Tickets zu kaufen. Zudem kann man mit der Karte Eintrittsgelder zu den Parkanlagen und sogar in vielen Geschäften bezahlen.

Es geht zunächst nach Ginza, dem bekanntesten Zentrum der Stadt.

Ginza ist sehr clean, eben dass, was man hierzulande Innenstadt nennen würde. Hier findet man die breiten Einkaufsstraßen mit den großen Kaufhäusern, aber auch seitlich gelegene kleinere Straßen mit Cafés und individuellen Läden.

Für das Shopping sehr wichtig, nehmt immer Euren Reisepass mit, damit bekommt Ihr in den meisten Geschäften bereits beim Einkauf die Tax abgezogen, immerhin zur Zeit 8%.

In Tokyo sind die Straßen sehr sauber, niemand käme auf die Idee etwa Verpackungen oder leere Flaschen in der Öffentlichkeit auf den Boden zu werfen, es finden sich aber auch wenige bis gar keine Papierkörbe im öffentlichen Raum. Der Müll wird mit nach Hause genommen und dort entsorgt.

Für uns als Tourist sehr angenehm ist die Tatsache, daß es in allen Metrostationen und Parks sehr saubere öffentliche Toiletten gibt, und das kostenlos zur Benutzung. Es ist also nicht notwendig ständig ein Café aufzusuchen und etwas zu kaufen, bevor man seiner Notdurft nachkommen kann.

Nächstes Zentrum ist Shibuya, mit der weltberühmten Shibuya- crossing, der wohl bekanntesten Kreuzung der Welt, bei der die Umschaltung der Fußgängerampel auf grün ein gleichzeitiges Starten von gefühlten tausend Fußgängern,in alle Richtungen, über die Straße bewirkt. Immer ein beeindruckendes Motiv, sehr gut aus der oberen Etage der Station Shibuya, die direkt an der Kreuzung liegt, zu beobachten und zu fotografieren.

Hier findet man auch wieder viele große Stores und in den Seitenstraßen kleinere Läden, aber in einer etwas jüngeren Atmosphäre als in Giza. Es gibt die weltweit bekannten Ketten aber auch viele typisch japanische Läden, deren Angebot uns Europäern oft etwas ausgeflippt anmutet.

Drei Stationen nördlich von Shibuya liegt Shinjuku, ein weiteres Zentrum, weniger zum shoppen, als viel mehr zum Einnehmen einer Mahlzeit geeignet.

Östlich der Station liegt ein Bereich mit vielen kleineren Restaurants und Bars, die sich auch für die Abendgestaltung eignen. Es lassen sich auch viele typisch japanische Lebensmittel finden und kaufen.

Zwischen den Zentren Shibuya und Shinjuku ( bringt man am Anfang alles etwas durcheinander) liegt die Station Meijijingu-mae, Ausgangspunkt für einen kleinen Spaziergang durch den Yoyogi Park zum Meiji Shrine. Ein wirklich schöner Weg durch einen Wald mit den so typischen Shrinetoren, tollen Laternen und Sakefässern am Wegesrand. Hier findet sich ein wenig Stille, auch wenn natürlich viele Touristen diesen Weg gehen.

Omote Sando

Nach dem Besuch des Shrines müßt Ihr unbedingt die Straße östlich von der Metrostation, in ein weiteres Stadtgebiet gehen. Nach einer Kreuzung gelangt Ihr hier in den Bereich Omote Sando, mein absolutes Lieblingsviertel von Tokyo.

Dieses Shoppingviertel hat mich komplett umgehauen und stellt selbst mein bisheriges Lieblingsviertel Soho New York in den Schatten. An der Hauptstraße finden sich die Stores aller großen Modelabels der Welt und in den Seitenstraßen geht es weiter, mit unzähligen kleineren Stores in Boxenartigen Gebäuden, eine ganz besondere Atmosphäre und selbst nach fünf Stunden gab es immer noch Straßen, die es zu entdecken galt.

Seitlich von Omote Sando kann man in dem Stadtteil Minami Aoyama in die Welt der Mangas eintauchen. Vorwiegend junge Leute in der typischen Verkleidung und Geschäfte in denen man diese Kleidung kaufen kann, sowie diverse Candyshops.

Japan kann nämlich auch hervorragend Süß und das in allen Farben dieser Welt.

In einem Straßencafé esse ich dann auch den leckersten Kuchen, er war wie Obstsalat mit Sahne in Bisquit.

Sensoji Tempel

Nordöstlich liegt der Stadtbereich Asakusa, mit dem Sensoji Tempel, einer Buddhistischen Anlage, die unbedingt besucht werden sollte. Eine einzigartige Atmosphäre, die sehr asiatisch anmutet, eröffnet sich gleich, nach dem Verlassen der Metrostation. Sofort findet man den Blick auf den nun nahen Tokyo Skytree, orientiert Euch einfach an den anderen Touristen, sie laufen alle in Richtung des SensojiTempels, so kann man sich nicht verlaufen.

Die Tempelanlage betritt man durch ein Tempeltor, vorbei an basarartigen Ständen, die vielerlei Schnickschnack für die Touristen anbieten, alles aber typische Dinge des Tempels und Buddhistischen Glaubens.

Je mehr sich der Tempel nähert, bekommt auch der nicht religiöse Besucher das Bedürfnis für einen Moment inne zu halten, Rauchschwaden, durch die vielen Räucherstäbchen hervorgerufen, liegen in der Luft und verklären den Blick auf den Tempel, eine Mystische Begegnung.

Geht von der Tempelanlage nicht den gleichen Weg zurück, seitlich der Hauptwege gibt es kleine Gassen mit sehr japanischer Atmosphäre, dann nach Osten abbiegen, so gelangt man zum Ufer des Sumida Flusses, wo es einen tollen Ausblick auf den Skytree und das Headquater der Asahi Bierbrauerei gibt.

Die tropfenartige Skulptur auf dem Dach des Gebäudes ist ein bekanntes Motiv und eine willkommene Auflockerung in der sonst so eintönigen Architektur der Bürogebäude.

Dies ist nur eine kurze Übersicht zu der faszinierenden Stadt und soll die ganz unterschiedlichen Faszetten aufzeigen, die hier geboten werden.

Es gibt sicherlich noch viel mehr zu entdecken und ich plane unbedingt noch einmal nach Tokyo zu reisen.

Wie überall auf der Welt gilt auch hier, nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten abklappern, sondern immer auch abseits der Hauptwege gehen, es läßt sich dort soviel mehr entdecken, was in keinem Reiseführer steht.

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